1.Tag:
Vom Parkplatz
ca. 500 m vor dem GH Schwabenbartl folgen wir zunächst
dem Fahrweg. Auf halber Stzrecke zum Gasthaus biegt durch eine enge Felskluft
der Aufstieg über den Fölzboden ab, wir gehen gerade weiter und
nehmen den Steig, der beim Schwabenbartl beginnt: nach links über
ein Brückerl, dann hinauf in den Wald - das tief eingeschnittene Steigerl
windet sich bald steil hinauf auf die Kuppe, einige spektakuläre Einblicke
in die schroffe Tiefe des Endriegelgrabens hinunter, gegenüber erhebt
sich die Aflenzer Bürgeralm, durch die lichten Föhrenwipfel grüsst
der Fölzstein herunter - dann fällt der Steig wieder leicht bis
zum Zusammentreffen mit dem Fölzbodensteig. Jetzt folgen einige steile
Meter bis zum Geröll der Kare unter den Kletterbergen Mitteralmturm
und Schartenspitz. Die Latschen bleiben zurück, und sollte die Tour
gar im Spätfrühling sein, so beglückt eine prachtvolle Flora
den Wanderer: Petergstamm, Aurikel, flockige Glockenblume um nur einige
zu nennen - eine Pracht ! Häufig zeigen sich auch kaum scheue Gämsen.
Nach einigen Kehren sind wir dann auf der Fölzalm- und sicher vom
Panorama überwältigt: der Almkessel wird von schroffen Felswänden
begrenzt, trägt aufgelockerte Latschenfelder - und eine blühende
Wiesendecke, die seinesgleichen sucht ! Inmitten darin die einladenden
Hütten: Herzerhütte rechts, Grasslhütte links - die Wahl
fällt schwer ! Der weitere Weg zum Fölzsattel steigt sanft (ca
150 Hm) an und wendet sich dort nach Westen - jetzt folgt der Ochsensteig
zur Voisthalerhütte, er schmiegt sich in die Felsabstürze der
Edelspitzen und ist sicher nur ohne Schnee begehbar ! Noch ca. 50 Hm -
und man steht auf der prächtigen Aussichtsterrasse der Voisthalerhütte.
2.Tag:
Sanft ansteigend führt der idyllische Steig nach Westen über die obere Dullwitz
in den Kessel zu Fuß der Hochschwabsüdwände, hier biegt der Erzherzog Johann-Steig
zum Schiestlhaus nach rechts ab. Wir steigen nun in steilen Kehren durch
die Schrofenwiese zum Trawiessattel, an der höchsten Stelle des Wegs führt
unmarkiert ein Steig hinauf aufs Wiesenplateau (die Hinterwiesen) zu fuß
des Karlhochkogls. Weglos überqueren wir die blühende Enzianwiese mit zahlreichen
Gämsen, die kaum die Flucht ergreifen, und steigen den sanften Nordhang zum
Gipfel auf (ca 100 Hm über der Hinterwiesen). Vom Gipfelkreuz zeigen vereinzelte
Steinmanderln den Wegverlauf auf und ab durch die abwechslungsreiche Hochfläche
zur Windscharte, bald ist auch ein deutliches Steigerl sichtbar. Über den
Fölzkogl kommen wir zum Fölzstein, bewundern das Panorama und den Tiefblick
zur Fölzalm und wenden uns nun scharf nach Westen, wieder einem gut sichtbaren
Steig folgend, zum Zirbeneck. Hier wirds wieder steil - die Flanke hinunter
zum Brennsattel fordert die Knie heraus ! Dann windet sich der Steig an der
linken Seite einer Almwiese hinunter in den Wald, führt an einer herrlich
gelegenen Jagdhütte vorbei weiter in einigen Steilstufen hinunter zu einer
Quelle des Höllriegels, der zur linken mit tollen Gesteinsformationen den
Steilgraben begrenzt.Eine weitere Steilstufe im Wald, und man erreicht den
Wiesenboden am Zusammenfluß von Höllgraben und Mitterbachgraben.
Achtung - die Wiese gerade überqueren, den Höögrabenbach immer zur Linken,
dann kann man den Beginn des Wegs am Waldrand nicht verfehlen ! Der Steig
folgt dem Bach, quert ihn 3x und bleibt bis zum Beginn der Schlucht auf seiner
linken Seite.Hier muß man - ohne Markierungszeichen - dem ersten nach links
ansteigenden Steig folgen - der scheinbar gemütlich geradeaus führende alte
Steig ist bald nicht mehr begehbar, die Sicherungen sind weggebrochen (siehe
meine Tourbeschreibung zu Tour 67 !). Nach wenigen Metern Anstieg wieder
eine Gabelung - dem rechten Steig folgend kommt man bald zur Kuppe des Nadelsteinriedels,
und nun gehts in einigen Serpentinen hin und her den steilen Bergwald hinunter
zum Fahrweg im Fözboden, der ca. 150 m vor der Fölzklamm erreicht wird.Die
100 m durch die Klamm - und wir sind am Fahrweg zum Parkplatz, der nun in
5 min erreicht ist.
|