| Diese traumhafte
Tour beim Steingletscher am Sustenpass ist wohl die „gletschernaheste
Nicht-Gletschertour“, die man in Europa finden kann. Denn obwohl
sich einem ein Panorama wie mitten auf dem Gletscher bietet, reicht hier
die Standardausrüstung völlig aus (Kamera mitnehmen!!!). Man
sollte aber für manche Stellen Erfahrung für das Begehen von
nassen Felsen und Schotter mitbringen. Auf jeden Fall nur bei Kaiserwetter
gehen! Es wäre sonst ewig Schade um das Panorama.
Die Straße zum Parkplatz biegt beim nächsten Rasthaus nach
der Passhöhe in einer scharfen Kurve zu den Gletschern ab. Achtung:
Gebührenpflichtige Straße! Kleingeld mitnehmen! (5 Franken
pro Auto, Automat)
Man parkt am zweiten Schotterparkplatz ganz am Ende der Mautstraße
(Steinglimmi-Gletscher) von wo man auch eine tolle Sicht auf die Gletscher
hat.
Vom Parkplatz geht man über eine kleine Brücke, an deren Anfang
eine Tafel auf die Hütte (und auf die Hüttenspezialität:
Käsefondue) aufmerksam macht, zu einem anfangs flachen und gemächlich
immer steiler werdenden Schotterweg. Dieser Weg zieht sich bis zur Hälfte
der Höhenmeter an der linken Flanke der „Felsnase“ unter
der mittleren Gletscherzunge hinauf. Schon hier bieten sich einige von
schön einsehbaren Bergen für ein Foto an.
Den ganzen Weg durch sollte man immer wieder auf die von Wasser überronnenen
Stellen achten, die teilweise recht rutschig sind.
Ist die erste Hälfte geschafft, beginnt ein etwas schwieriger Teil,
bei dem man (falls mitgenommen) getrost die Wanderstöcke wegpacken
kann. Über sehr griffiges und fast vollkommen schotterfreies Urgestein
geht es recht steil und manchmal mit Ketten gesichert die letzten 300-400
Meter hinauf. Vor allem an schönen Tagen kann es vorkommen, dass
die Gletscher ein lautes Krachen von sich geben. Einzigartig schön
beleuchtet sind sie jedenfalls immer.
Wenn man schon vom Aufstieg beeindruckt wird, so wird einem bei der
Ankunft am Gipfel und bei der Hütte der Atem stocken.
An drei Seiten umgeben vom ewigen Eis thront die Tierberglihütte
auf einem größeren Felsplateau. Bei einer Mehrtagestour eignet
sich dieser Stützpunkt hervorragend für Gletschertouren.
Zur Hütte sollte man Hunger mitnehmen! Das Käsefondue rundet
das absolute Schweiz-Feeling perfekt ab.
Sollte man irgendwann dennoch wieder zurück zum Auto gehen wollen,
so geht man wieder über den gleichen Weg hinunter, wobei man bei
den steilen Felsen nichts überstürzen sollte, und somit hinunter
wahrscheinlich gleich lang braucht wie hinauf .
Für Klettersteig-Ambitionierte gibt’s auch einen sehr schön
angelegten neuen Steig – 2006
war aber erst der obere Teil davon fertiggestellt.
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