Nachdem man das
Auto gemütlich auf einem der großen Parkplätze geparkt
hat, fährt man von der Talstation der "Stubaier Gletscherbahnen" mit
der Gondel die erste Etappe hinauf. Wenn man von dort bis zur Dresdnerhütte
geht, blitzt einem auch schon in roten, handgeschriebenen Lettern ein "Klettersteig" Wegweiser
entgegen. Nach einem kurzen Wegstück, bei der man mehrere Plätze
findet um die Ausrüstung (Wenn nicht schon geschehen) anzulegen, erreicht
man den Einstieg.
Im ersten Drittel des Steiges bekommt man einen guten Eindruck von der
Schwierigkeit des Steiges. Bis zu einem ersten großen Rastplatz in
der Wand, gut 50 Höhenmeter über dem Einstieg, sind schon ein
paar recht "interessante" Passagen zu überklettern. Der
Steig wechselt regelmäßig zwischen Stellen mit natürlichen
und künstlichen Griffen und Tritten. Obwohl die künstlichen Tritte
und Griffe deutlich komfortabler sind als die natürlichen, fanden
wir sie an manchen Stellen doch recht anstrengend, da es teilweise große
Abstände zwischen ihnen gibt die einen rasch erschöpfen können.
Im Ende des zweiten Drittels des Klettersteigs finden sich kurze und manchmal
komplizierte Stellen, die aber nach kurzem Überlegen wie wir es anstellen
sollten für uns dann kein Problem darstellten. Der Klettersteig bietet
vor allem an schönen Tagen ein wundervolles Panorama und er selbst
durch hervorragenden, griffigen Fels (Urgestein) und schönen Passagen,
die nie so etwas wie Langeweile aufkommen lassen, ein tolles Klettererlebnis
für alle Kletterbegeisterten. Besonders zwei Stellen, wo es an einer
vertikalen Wand fast horizontal entlanggeht und man sich in einer Stellung
fortbewegt, die an die Personenportraits der alten Ägypter erinnert
(seitlich nämlich), lassen einen diesen Klettersteig nicht vergessen.
Kurz vor dem Ende erreicht man einen blechernen Behälter in dem das
Klettersteigbuch auf einen Eintrag wartet.
Das Ende befindet sich nicht direkt am Gipfel und so muss man noch ca.
5 Minuten zum Gipfel gehen, wo statt einem Gipfelkreuz ein großes
Steinmannderl auf einen wartet.
Der Abstieg gestaltet sich als einfach und man ist schnell wieder den mühsam
erklommenen Berg hinabgestiegen. Bei der Dresdnerhütte ladet die große
Sonnenterasse zu einer kleinen Erfrischung ein, während der man wunderbar
die Kletterer, die noch in der Wand hängen beobachten kann. Danach
geht es zum zweiten und kürzeren Teil dieser "Stubaier Tour".
Mit der "Stubaier Gletscherbahn" fährt man nun bis zur
Endstation beim "Top of Tyrol". Wenn man aus der Station herausgeht,
muss man gleich nach dem Ausgang Links durch die Absperrung, wo man schon
im Isidornieder (Senke) den Weg auf die Schaufelspitze erkennt. Der An-
sowie Abstieg geht über steinige Wege gemächlich steigend zuerst
am Grat, dann an der Flanke des Berges bis zum Gipfel. Beim Abstieg sollte
man aufpassen, dass man nicht auf dem rieselfreudigem Schotter ausrutscht.
Nachdem man wieder bei der Station angekommen ist, fährt man mit
der Gondel bis zur Talstation und beendet damit einen ereignisreichen
Bergtag.
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