Mit dem Auto
kann man komfortabel am großen Parkplatz am Loassattel zwischen Kuhmesser
und kleinem Gamsstein parken und beginnt die Tour durch ein Drehkreuz hindurch
zum kleinen Gamstein. Die erste Hälfte des Anstiegs führt einen
durch eine steigende Hügellandschaft die im Sommer von blühendem
Almrausch bedeckt ist. der Weg verläuft glücklicherweise des öfteren
am Grat entlang, sodass man an heißen Tagen von einem kühlen
Wind vom Tal herauf Abkühlung bekommt. Ehe man sich versieht hat man
auch schon nach ungefähr 45 Minuten den kleinen Gamsstein erreicht,
an dem man rechts vorbeimarschiert. Man muss das Gipfelkreuz fast suchen,
obwohl es beinnahe auf gleicher Höhe wie der Weg liegt. Der Anstieg
zum großen Gamsstein gestaltet sich schon deutlich steiler, jedoch
nicht weniger schön. Nach weiteren 45 Minuten sollte man auch an diesem
Gipfel vorbeikommen, der jedoch weiter weg vom Pfad liegt, als der des
kleinen Gamssteins. Nun muss man noch den letzten Anstieg bis zum Gipfel
des Gilfert, der sich vor einem auftürmt, bewältigen.
Diese zweite Hälfte des Weges ist deutlcih karger als die erste und
bietet durch Panorama und Wegkomfort Tirolfeeling pur. Bevor die letzten
Höhenmeter zum Gipfel in Angriff genommen werden können, kommt
noch ein teils schottriges, teils felsiges Steilstück, welches man
in ca. 15 Minuten packt und dann geht es beinahe gemütlich bis zum
großen Edelstahl-Kreuz des Gilfert. Vorsicht an sonnigen Tagen!
Der zum Sonnen einladende Gipfel bringt schneller einen Sonnenbrand als
man
denkt. Sonnenschutz nicht vergessen!
Vom Aufstieg kommend geht es am Gipfel rechts hinunter. Der Weg ist nicht
zu verfehlen: Er geht gut sichtlich anfangs steil und steinig bergab
bis er in großem Bogen ein an einer ausgesetzten Stelle angebrachtes
Wetterkreuz Linksherum umgeht. Nun kommt eine Abzweigung Richtung Nonsalm,
die wir förmlich links liegenlassen. Unter dem Kreuz hindurch geht
es durch den schönsten Teil der Wanderung. In einem wunderschönem
Quellanger befindet sich linkerhand auf einem großen Felsbrocken
ein kleines Eisenkreuz für einen dort Verstorbenen. Für Fußmüde
eine tolle Gelegenheit zu rasten und einen kleinen Schluck aus dem fröhlich
dahinplätschernden Bächlein zu trinken.
Einen Katzensprung weiter geht es wieder talwärts neben einem schönen
Bach mit Schluchten und kleinen Wasserfällen zur Linken und mit blühenden
Büschen und einer traumhaften Berglandschaft zur Rechten. Der Weg
mündet bei einer kleinen Alm (der obere Teil der Lafasteralm) in ein
Schotterweg, der nun gut 2 Kilometer an der unteren Lafasteralm vorbei,
durch einen Wald bis zum Beginn des letzten Steiges direkt unterhalb des
großen Gamssteins reicht.
Dieser letzte Steig hat es noch einmal in sich: Durch üppiges und
sehr nasses Pflanzenwerk an der steilen Bergflanke entlang und über
gut 10 schluchtartige Bachgräben geht es etwas mühsam 2 Kilometer
bis zum Loaswirt, wobei der Weg im letzten Viertel schon deutlich trockener,
flacher und frei von Pflanzenwuchs verläuft.
siehe auch Rother-Wanderführer "Rund um Innsbruck"
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