Hochmölbing
 
Beschreibung:

Vom Parkplatz beim Schranken in Schönmoos führt zuerst ein ebener Forstweg zu einer Weggabelung.Dort zweigt unser Anstieg zur Hochmölbinghütte ab - die neue gelbe AV-Tafel weist 2 1/2 h Gehzeit aus.Mässig ansteigend, den Fahrweg mehrmals überquerend, führt der markierte Steig durch den lichter werdenden Lärchenwald bergwärts, durch die Wipfel sehen wir dann und wann die Felsen des Phyrn-Massivs vor uns, zur linken Hand rücken die Steilwände des Hochtausing immer näher. An dessen Fuß (hier zweigt ein Klettersteig ab) erreichen wir die Langpoltenalm nach ca. 1 Stunde. Sanft ansteigend wird ein Sattel erreicht, Grimming und Dachsteinmassiv sind von hier erstmals sichtbar. Der folgende Wegteil heißt Grazer Steig und ist ein hervorragend gepflegter leicht ansteigender Weg am steilen Hang entlang. Der Hüttenfahrweg stößt wieder dazu, eine kleine Anhöhe (1721 m, Inschrifttaferl) ist bald erreicht, eine scharfe Biegung nach rechts und durch herrlichen lichten Lärchenbestand gehts leicht bergab zur Hochmölbinghütte, die in 10 Minuten erreicht ist. Eine Rast auf diesem wunderbaren Hüttenanger muß sein ! Unser weiterer Anstieg beginnt gleich hinter der Hütte bei einem Wegkreuz - durch Latschen führt er uns hinauf auf die Hochfläche des Kirchfelds: lackendurchsetzte Bergwiesen, zahlreiche Latschenfelder - und dahinter unser Ziel, die Mölbingkette ! Der Anstieg auf den ersten der Gipfel - den Kleinmölbing , 2160m, ist der beschwerlichste: steil, teilweise schottrig. Der Rundblick vom Gipfel entschädigt aber wieder einmal alle Mühen ! Nach kurzer Trinkrast folgen wir dem Steig weiter: imposante Steilabstürze zu beiden Seiten des Grats, die mächtigen Gipfel des Toten Gebirges von der Spitzmauer über Priel zum Warscheneck links und rechts vor uns - da vergißt man auf die Anstrengung des letzten Anstiegs auf den Mittermölbing (2318m), den wir in 1/2 Stunde erreicht haben. Nun ist es zum Hochmölbing-Gipfel nur mehr ein Katzensprung: über den Gratpfad erreichen wir ihn in 10 Minuten und genießen so richtig das grandiose Panorama linksum an diesem herrlichen Spätsommertag.
Der Weg zurück führt zum Mittermölbing zurück, hier zweigt nach links der Steig zur Brunnalm ab. Steil über schottrige Bergwiesen, immer entlang dem Steilabbruch ins Totental zur linken Hand, steigen wir zum Speikboden ab. Die gemütliche Bergwiesenwanderung endet jetzt jäh: steil und schottrig-rutschig fällt der Pfad nun zur unter uns liegenden Brunnalm ab, Trittsicherheit ist hier ein Muß ! Nach einer Stunde Abstieg stehen wir am Brunnalmboden, blicken nochmal zurück zu den Schroffen der Mölbingschneid und des Warschenecks, dann nimmt uns der lichte Lärchenwald auf: fast immer eben schreiten wir rasch aus und erreichen nach 40 Minuten die Liezener Hütte.
Von hier führt uns der Abstieg zunächst flach zum Hochtor, hier aber beginnt ein beschwerlicher steiler, steiniger Weg hinunter zur Langpoltenalm. Nach 45 Minuten erreichen wir diese und stoßen auf unseren vom Aufstieg her bekannten Weg, der uns nach einer weiteren Stunde Abstieg zurück zum Parkplatz bringt