a) Von der Hirnalm
führt
der Fahrweg langsam steigend in einem weiten Bogen nach rechts hinauf zum
Barbarakreuz auf die Bergkuppe. Nun folgt der Weg dem Bergkamm nach links
und wird steiler und steiler,an manchen Stellen gibts auch eine Seilsicherung,bis
die ersten Felsschrofen erreicht werden - und bald auch die Waldgrenze.
Jetzt ist der Blick frei: ins Tal nach Vordernberg, zum Präbichl und
zum Hochschwabgebiet. Hier zweigt nach den ersten Seilsicherungen nach
links
eine Umgehung des Grete-Klinger-Klettersteigs ab - wir folgen den Sicherungen
hinauf zum bald erreichten Fahnenköpfl. Von diesem Aussichtspunkt
führt
am Felsgrat der ausgesetzteste Teil dieses schönen Klettersteigs bergan
- und nach einigen luftigen Gratstücken und einer ca. 20 m hohen
Steilflanke ist bald eine Kuppe bei 1909 m Seehöhe erreicht, wo
die Seilsicherungen aufhören.Es folgt ein wiesig-felsiges Auf und
Ab über zwei kleinere
Kuppen, dann eine Bergwiesensenke (Hinweis zu naher Quelle !).Nun schwingt
sich der Steig noch über eine steile latschendurchsetzte Bergwiese
zum Vordernberger Zinken hinauf (1971m), um dann, immer dem Gratverlauf
folgend, langsam zum Rottörl abzufallen, wobei eine steile Schotterflanke
über der Krumpalm gequert wird. Von hier kann man zur Krumpalm absteigen
- oder weiter zum Eisenerzer Reichenstein und der Rudolfshütte aufsteigen:
die Nordflanke des Reichenstein wird über ein Schotterfeld gequert,
schließlich führt der Steig über die steile Bergwiese
zu einer Felsrinne, die auf stabilen Eisenleitern leicht überwunden
wird. Jetzt trifft man auf den Theklasteig, der vom Präbichl heraufführt,
und kann wählen: steil hinauf zum Sattel zwischen rudolfshütte
und Gipfel, oder in gemäßigten Kehren zur Hütte direkt.
Der Gipfelanstieg vom Sattel ist in wenigen Minuten überwunden
- der Ausblick grandios !
Als Abstiegsweg nehmen wir den Steig zum Reichhals - über die Blütenpracht
der Bergwiesen rund um die Rudolfshütte führt er unsere Schritte
zum Reichhals-Sattel, und von diesem beschwerlich steil durchs Kar hinunter
zum Krumphals - eine wahre "Schinderleitn" ! Der Abstieg vom Krumphals
zur Krumpalm ist wesentlich weniger beschwerlich, erfordert an manchen Stellen
aber Trittsicherheit. Von der idyllischen Krumpalm mit ihrem See ist der
Abstieg ein zunächst steiler Schotterweg entlang des Wasserfalls des
Krumpbachs, dann jedoch ein angenehm flacher Steig durch Wiesen und Bergwald
zurück zur Hirnalm.
b) der Aufstieg über Krumphals und Reichhals wurde gerade beschrieben (a)
- der Abstieg über das Rottörl zurück zur Krumpalm durchquert ein weites
Kar zwischen Vordernberger Mauern im Südosten und dem Reichensteinmassiv
im Norden. Tierbeobachtungen möglich ! (Sommer: Murmeltiere, Gämsen / Winter:
Gämsen).Der Steig fällt zuerst schottrig-steil in den Karboden, dann als
idyllischer Almsteig zwischen Latschenfeldern zurück zur Krumpalm. Von
hier der weitere Abstieg wie unter a) beschrieben. |