Galdhöpiggen / Norwegen
 
15.07.1997 Teilnehmer: Thomas Bader, Bernhard + Herbert Schaffer
Die Tour musste einfach sein - den höchsten "Norweger" konnten wir nicht auslassen ! Feucht, kühl und unfreundlich wars bei der Juvasshytta - vorbei an den Liftanlagen waren wir bald am Gletscher, der nur flach ansteigend zunächst "leicht" aussah - mitten drin verleif sich aber der Pfad, dunkle Stellen waren zu sehen - und wir hatten etwas Bammel, bis wir den in den Schnee getretenen Pfad wieder sahen. Vorbei an Schneelöchern mit Blick in die dunklen Spaltentiefen war dann bald die Randkluft überwunden, und entlang des Grates über die bereits in der Sonne weich werdende Schneedecke, zuletz an der Hütte vorbei über schottrig-schiefriges Blockwerk kamen wir zum Gipfel. Wir waren früh unterwegs und somit - jetzt noch - allein am Gipfel - über das Styggebreen sah man aber schon eine dunkle Schlange kriechen -. die geführte Tour von der Juvasshytta herauf ! So brachen wir bald auf, statteten der eigenwilligen Gipfelhütte einen Besuch ab, kauften T-Shirts und machten uns auf den Abstieg - da gabs einiges zu lachen: die "Geführten" waren wie Perlen an eine lange Leine geknüpft (bis zu 100 !), teilweise in Turnschuhen unterwegs - und wirkten nach dem Gletscher etwas demotiviert zum Teil - was Wunder ! Wir stiegen rasch über den Gletscher ab, nahmen aber die letzten Meter über die Piste der Liftanlage zurück zur Juvasshytta und dem Auto. Ein tolles Bergerlebnis insgesamt - auch wenn uns zu Hause ein Berg mit dieser Konstellation (unromantische Hütte, weite Schneefelder, Schieferblockwerk, spärliche Flora) nicht besonders reizen würde.