Vom Parkplatz gegenüber
der Stiftstaverne halten wir geradeaus auf den Mühlbachgraben zu -
rechts am Gemeindehaus vorbei führt der Fahrweg in den Graben hinein,
nach ca. 300 m weist bereits ein Holzschild mit der Aufschrift "Jägersteig"
und der Nummer 34 den Weg steil hinauf in den Buchenwald. Die ersten paar
hundert meter sind steil und durch viel Laub etwas rutschig, am Hügelrücken
wird der Steig dann deutlich gemütlicher. Wir folgen der gut sichtbaren
rot-weiss-roten Markierung, zwischendurch auf einem Güterweg, bald
wieder einem Hohlweg folgend, bis zur linken Flanke des bewaldeten Hochsteingipfels.
Hier wird der Steig seinem Namen erst richtig gerecht - den steilen Abhängen
entlang, immer leicht ansteigend durch meist hochstämmigen Buchenwald
führt er uns hinauf auf die Kuppe, die dann am weiten Berganger der
herrlich gelegenen Mühlbachhütte endet (1 3/4 h bis hierher).
Leider will der hochnebel heute nicht weichen, es graupelt leicht, und so
wird es nichts mit einer sonnigen Hüttenrast - der Winterraum der Hütte
mit seiner SB-Getränkekiste nimmt uns für eine kurze Rast auf,
dann wandern wir weiter. Nach links führt der Weg 562 ("3000er-Rundweg"),
und leichtes Auf und Ab zwischen 900 und 1000 m Seehöhe zeichnet diesen
Wegteil aus. Vorbei am Hoschbauerkreuz, dem Walzkogel (er ist bis oben zu
dicht bewaldet, die Gipfelüberschreitung lockt uns daher nicht), dem
Heigger-Bergkreuz und dem Jagdhaus mit seiner Kapelle führt die Markierung,
meist einem alten Güterweg folgend. Dann mündet von links herauf
der Kogelleitengrabenweg ein (Direktanstieg aus dem Mühlbachgraben),
und der etwas steilere kurze Ansteig zum Pleschkogl beginnt. Der Fahrstrasse
zum Pleschwirt folgend sind wir bald auf der Anhöhe, hier weist ein
Schild nach rechts zum Pleschkogl - dies ist aber nicht die höchste
Erhebung, diese folgt 300 m weiter rechts - und hat ein kleines Gipfelkreuz
mit der Tafel "Plesch" 1063 m. Über eine weite Bergwiese
erreichen wir knapp danach den weiten Sattel mit dem Gebäudekomplex
des Pleschwirts - umgeben von ehrfurchtsgebietenden Baumriesen. Ein herrlicher
Platz für Jung und Alt, zu jeder Jahreszeit ! Von der Mühlbacherhütte
bis zum Pleschwirt brauchten wir mit unserem flotten Schritt 1 1/2 Stunden.
Jetzt wird die herzhafte Küche getestet - Schwammsuppe mit Heidensterz,
Heidentorte - alles, was einen Bergwanderer erfreut. Nach der ausgiebigen
Mittagsrast steigen wir wieder nach Rein ab - zuerst der linken Markierung
durch einen Hohlweg hinunter folgend bis zur Fahrstrasse, dann biegen wir
nach 200 m nach links und gehen der Markierung "Sonnleitenweg"
Nr.31 nach. Leicht fallend zieht sich dieser Steig idyllisch am linken Hang
des Kehrer Grabens entlang und bringt uns schliesslich zurück zum Parkplatz
- etwa 1 1/2 h Gehzeit ab dem Pleschwirt.
Variante:
Vom Parkplatz vor der Stiftstaverne auf der Fahrstrasse bis Hörgas-Krankenhaus,
geradeaus weiter leicht steigend bis zu einem kleinen Sattel, dort findet
sich die Abzweigung "Kaschelsteig" nach links (Nr. 562) Der Kaschelsteig
führt stets über die Kuppe in angenehmer Steigung aufwärts,
manchmal sogar mit alpinem Charakter über Blockwerk. Dieser Steig erinnert
uns sofort an den benachbarten Steig vom Gamskogel zum Hagensattel ! Zuletzt
erreicht man die Mühlbacher Hütte über eine Bergwiese, die
gequert wird. |