| Gleich nach dem Parkplatz
finden sich auf einer Infotafel zahlreiche nützliche Hinweise für
dieses einzigartige Landschaftsschutzgebiet, und hier beginnt auch die Markierung.
Für kuze Zeit ist es ein Fahrweg bis zur Stauwehr des Lassingbachs,
dann zunächst ein flacher Steig mit zahlreichen Holzstegen und Brückerln
bis zum Lassingfall - dieser ist aber infolge Wassermangels zur Zeit wenig
spektakulär. Umso mehr aber der hier beginnende Steilabstieg zum Ötscherbach
- eine wilde Schlucht wird über Hangbrücken aus Holz, zahlreiche
Stege und Felstunnel überwunden - dann steht man beim Elektrizitätswerk
am Ötscherbach. Nun gehts über die Brücke, und weiter führt
der Pfad nach links dem Bach entlang fast unmerklich ansteigend hinein in
den Graben..Die Felswände und Schrofen rücken manchmal knapp zusammen,
manchmal weitet sich das schluchtähnliche Tal. Smaragdgrüne Tümpel,
kleine Wasserfälle, spektakuläre Steige an den Felswänden
entlang, inmitten einer Kalkalpenflora in aller Vielfalt - man kann sich
kaum sattsehen ! Nach ca. 1 1/2 Stunden ist die Jausenstation "Ötscherhias"
erreicht - und mit ihr auch der Zugang für die meisten Ötschergräbenbesucher,
die von der Bahnhaltestelle Erlaufklause herunterkommen. Eine kurze Jausenpause,
dann setzen wir unseren Weg in den hinteren Ötschergraben fort. Die
Landschaftseindrücke werden immer bizarrer, die Steiganlagen immer
kühner - nur der Mirafall ist enttäuschend - der Wassermangel
macht daraus ein Rinnsal. Von hier weg sind wir fast allein unterwegs, knapp
vor dem Schleierfall mahnt uns aber das Wissen um die Zugabfahrtszeiten
in der Erlaufklause leider zur Umkehr.Beim Ötscherhias drücken
wir uns an den Massen der Ausflugsgäste vorbei, steigen rasch den steilen
Pfad durch die Schlucht und erreichen nach einer Stunde die kleine Haltestelle
"Erlaufklause". Bald kommt die Mariazeller Bahn angerumpelt und
bringt uns in wenigen Minuten zurück nach Wienerbruck zum Auto. |