| Vom Parkplatz führt
die nach den Erbauern benannte Russenstrasse zunächst mässig,
dann stärker in Serpentinen steigend durch den Bergwald hinauf zur
Hochfläche der Sonnschienalm, Ambitionierte Wanderer können zahlreiche
Abkürzungen zwischen den Kehren nützen - sie sind aber zum Teil
schottrig und sehr steil. Nach schier endlosem Hin und Her der Fahrwegskurven
lichtet sich der Wald immer mehr, die Steigung wird sanfter und plötzlich
blitzen die Gipfel durch die Baumwipfel - die Hochfläche der Sonnschienalm
ist erreicht, der Ausblick atemberaubend: Schroffe Felszacken und Buckel,
gleißende Schneefelder, die latschendurchsetzte Almfläche mit
zahllosen Buckeln und Mulden, die Wiesenflächen geschmückt mit
den Farbtupfern unzähliger Bergblumen - hier will man einfach länger
verweilen ! Auch wenn bereits eine gewisse Verhüttelung sich breit
gemacht hat - die Sonnschienalm ist ein Kleinod der steirischen Bergwelt
! In der Sonne gönnen wir uns eine längere Pause vor der Sonnschienhütte,
die um diese Zeit (8.30 h) kaum noch Gäste hat - dann folgen wir dem
Steigerl mit der Nummer 831 Richtung Ebenstein. Latschenfelder, Bergwiesen,
kleine Schneeflecken wechseln sich ab, und ab dem Sonnschienbrünndl
wird der Pfad steiniger und steiler. Bald ist ein kleiner Sattel mit der
Abzweigung des Wegs nach Wildalpen erreicht, und steil-schottrig schwingt
sich unser Weg hinauf zum kleinen Ebenstein. Wie von einem Balkon aus sehen
wir die Sonnschienalm zu unseren Füssen liegen, und beim Wandern über
das sanft zum Gipfelaufbau des Grossen Ebenstein ansteigenden Bergwiesenstücks
fesselt die gewaltige Schaufelwand im Nordwesten unsere Blicke. Das letzte
Steilstück im schottrig-felsigen Gipfelanstieg ist bald überwunden,
dann stehen wir oben auf einer kleinen stark zerklüfteten Hochfläche
- dem Ebenstein. Das Gipfelkreuz ist im Nordwesten am Rande einer kleinen
Wiesenmulde, die offensichtlich gerne von Gämsen besucht wird. Der
Panorama-Rundblick bleibt nichts schuldig - die gewaltigen Felsabbrüche
des Griesstein im Norden, Schaufelmauer und Brandstein im Westen, etwas
weiter entfernt im Osten der Hochschwabgipfel - ein unvergesslicher Anblick.
Der Abstieg erfordert zum Teil vorsichtiges Auftreten (Schotter, Schneefelder)
- belohnt das Auge aber immer wieder mit toller Landschaft und Flora. Bergab
kann man auch den Abkürzungen an der Russenstrasse etwas abgewinnen. |