| Vom Parkplatz führt
für einige hundert Meter ein Fahrweg zu einer grossen Wiese, links
neben dem Weg plätschert ein Bach, dann beginnt der markierte steinige
Steig ins Djupedalen - uriger Wald, Felsblockwerk, Sumpfwiesen wechseln
sich bei leichter Steigung ab - und bald stehen wir vor einem ausgedehnten
Hochmoor, in dem sich unser Pfad scheinbar verliert - die Spurensuche in
der Feuchtwiese ist aber erfolgreich, und mutig stapfen wir den Gehspuren
folgend hindurch, nicht ohne unsere Schuhe zeitweise zu spülen, und
Claudia schlug auch fast ihre Kamera k.o. beim Versuch, ein Wassergerinnsel
über einen abschüssigen Granitblock zu umgehen. Dann folgt ein
romantisches Wegstück bergauf durch den Wald, begleitet von einem kleinen
Rinnsal mit goldbraunen Tümpeln und dicken Moospolstern. Bald ist die
Anhöhe der Wasserscheide erreicht: anmutige Felsblöcke, Moos,
Schwarzbeeren in Massen, Wollgras und Schwedischer Hartriegel ergötzen
unsere Augen während einer kurzen Rast. Jetzt beginnt der Abstieg zur
Rabenschlucht - teils IN einem kleinen Bachbett, teils wieder durch kleine
Moore führt der Weg bergab, auf einem Baum wird ein kleiner Bach überquert
(unmittelbar zuvor ist eine unklare Wegsituation - hier nicht geradeaus
weitergehen, sondern nach rechts über den Bach !),und bald danach steht
man an der Schotterfahrstrasse, die hinunter nach Dalen führt. Dieser
folgt man einige hundert Meter leicht bergauf nach rechts, dann ist das
Ziel erreicht: nach links in den Wald führt der Steig hinein, und nach
weiteren 100 m steht man unvermittelt an der ungesicherten Felskante - ca.
350 m gehts in die Tiefe, ein schaurig-schöner Anblick ! Nach ausgiebiger
Rast an diesem luftigen Aussichtsort machen wir uns auf den Rückweg
Die Rabenschlucht kann auf der Fahrstrasse unschwer von Dalen bzw. Amot
aus erreicht werden - umso mehr erstaunte uns die Einsamkeit am Ziel. Auf
der Wanderung selbst trafen wir nur zweimal auf andere Wanderer. |