| Von der Hirnalm führt
der Fahrweg langsam steigend in einem weiten Bogen nach rechts hinauf zum
Barbarakreuz auf die Bergkuppe. Nun folgt der Weg dem Bergkamm nach links
und wird steiler und steiler, bis die ersten Felsschrofen erreicht werden
- und bald auch die Waldgrenze. Jetzt ist der Blick frei: ins Tal nach Vordernberg,
zum Präbichl und zum Hochschwabgebiet. Hier zweigt nach den ersten
Seilsicherungen nach links eine Umgehung des Grete-Klinger-Klettersteigs
ab - wir folgen den Sicherungen hinauf zum bald erreichten Fahnenköpfl.
Von diesem Aussichtspunkt führt am Felsgrat der ausgesetzteste Teil
dieses schönen Klettersteigs bergan - und nach einigen luftigen Gratstücken
ist bald eine Kuppe bei 1909 m Seehöhe erreicht, wo die Seilsicherungen
aufhören.Über einen wiesigen Sattel schwingt sich der Steig noch
zum gering höheren Vordernberger Zinken hinauf (1971m), um dann, immer
dem Gratverlauf folgend, langsam zum Rottörl abzufallen. Da wir nicht
den Reichenstein besteigen wollen, beschliessen wir eine flotte Schotterkar-Abkürzung
und sind im Nu unten im weiten lieblichen Kessel der Krumpalm. Durch blühende
Bergwiesen vorbei am Krumpsee und der kleinen aber beliebten Krumpalmhütte
(privat bewirtschaftet) gelangen wir zum schottrig-steinigen Weg zurück
zur Hirnalm. Ein breit gefächerter Quellursprung stillt unseren Durst,
dann folgt ein abschüssiges Wegstück mit Rollschotter links neben
dem in mehreren kleinen Wasserfällen ins Tal springenden Bächlein.
Zuerst durch Mischwald, dann Fichtenbestand erreichen wir schliesslich bei
nur geringem Gefälle des Weges wieder den Fahrweg zur Hirnalm, wo uns
heute Musik und Gesang schon von weitem begrüssen. |