| Über den Gössgraben
von Trofaiach aus gelingt die bequeme Zufahrt, vorbildlich ist hier schon
am Beginn des Grabens die Beschilderung der Parkplätze ("Moosalm"). Wir
beginnen die Tour um 8 h bei leicht bewölktem Himmel und guter Wandertemperatur
um die 15 Grad, steil führt der Weg durch den Hochwald hinauf zur Moosalm.
Mit jedem Meter höher wird der Rundblick lohnender - die Nordostabstürze
des Gösseck im Rücken, vor uns die Kette der Eisenerzer Alpen - und unsere
Gipfelziele von heute erheben sich schon über den Baumwipfeln. Die Moosalmhütte
(leider nicht bewirtschaftet) ringt uns schon wegen der traumhaft schönen
Lage inmitten eines weitläufigen Almkessels von blühenden Bergwiesen und
zahllosen Murmeltieren eine Pause ab - dann steigen wir ohne Wegmarkierung,
aber bei klar ersichtlichem Steigerl in den Kessel zwischen Stadelstein
und Speikkogl auf - wiederum begeistert uns der Anblick von Murmeltieren,
Gemsen und herrlich in Blüte stehender Almflora. Am Speikkogl erreichen
wir den vom Reichenstein herüberführenden Höhenweg, steigen einige Meter
in einen kleinen Sattel ab und dann in 15 Minuten hinauf zum flachen Gipfel
des Wildfeldes - hier wird ausgiebig gerastet. Wieder über den kleinen Sattel
folgen wir dem Kammverlauf bis zum felsigen Anstieg auf unseren Hauptgipfel,
den Stadelstein, er wird ohne wesentliche Anstregung erklommen - kurze Fotopause,
wieder zurück zum Weitwanderweg, und nördlich um den Stadelsteingipfel herum
zum Hochtörl - dieses Wegstück ist richtig hochalpin - Felsblöcke, Schotterrinnen
und spärliche Flora - dann folgen aber wieder liebliche Bergwiesen in Mulden.
Am Hochtörl machen wir noch einen Abstecher auf den Törlstein (in den Wanderkarten
manchmal als "Höchstein" eingezeichnet) - sehr lohnend ! Der unmarkierte
Abstieg zum Niedertörl ist teilweise sehr schotterig-steil und erfordert
hohe Trittsicherheit - vom Niedertörl aus führt ein bequemes Almsteigerl
in den Moosalmkessel, und durch prächtige Almwiesen, begleitet von zahlreichen
Murmeltierpfiffen, erreichen wir wieder die Moosalmhütte. Der Abstieg führt
uns auf dem bereits bekannten Weg zum Auto hinab. Ein kleiner "Nachteil"
dieser sonst überaus schönen Tour ist am Heimweg wettgemacht - ein Gasthaus
zum Einkehren findet sich nach Verlassen des Gössgrabens ohne grossen Aufwand
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